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Ein starkes Quartett

Die Wendelsteinhöhle im Gipfelbereich des Wendelsteines bildet den Auftakt (oder natürlich auch den Abschluss) der Erlebnisreise in die Tiefe. Da sie als hochalpine Klufthöhle für den Besucher erklärungsbedürftig ist und alleine durchwandert werden kann, eignet sie sich hervorragend zur Vermittlung ungewöhnlicher Themen. An vier Stationen mit interaktiven Monitoren werden nicht nur die Besonderheiten dieser Höhle erläutert. Vielmehr erlebt der Besucher die Unterwelt aus ganz verschiedenen Blickwinkeln, die teils ungewöhnlichen Themen „Biologie“, „Psychologie“, „Geologie“ und „Philosophie“, bieten überraschende Sichtweisen. Zweifellos verlässt der Besucher die Höhle mit dem Bewusstsein, dass in diesem Thema mehr „drinsteckt“ als er jemals gedacht hätte – und mit dem Wunsch, mehr zu erfahren.

Mit dem Grafenloch hat die Gemeinde Oberaudorf ein kulturgeschichtliches Kleinod zu bieten, zumal das Höhlenhaus Weber an der Wand sozusagen am Wege liegt – eine weitere historische Stätte von höchstem Range. Der Besucher kann sich von Mönchen und Rittern inspirieren lassen. Letztere bevölkerten einst  die Höhlenburg Grafenloch, nach jüngsten archäologischen Forschungen weit bedeutender (und älter) als gedacht und bislang angenommen – vieles bleibt freilich noch im Dunkel der Geschichte. Die Historie des Weber an der Wand ist in jüngerer Zeit lückenlos belegt, aber auch nicht frei von Legenden, die sich um den Einsiedlermönch, der als einer der ersten Bewohner belegt ist, ranken. Im Rahmen des Projektes wurde dieses Haus im Privatbesitz nach Jahrzehnten wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ein Besuch des Heimatmuseums mit den archäologischen Funden kann die Familenwanderung abrunden – oder die Einkehr beim Weber an der Wand, praktischerweise auch heute wieder ein Gasthaus

Eine Exkursion zur Tischoferhöhle führt nicht nur in eines der schönsten Alpentäler, sondern man befindet sich auch direkt der Urzeit auf der Spur. Einer der reichsten Fossilienfundplätze Tirols präsentiert sich als eindrucksvolle, gewaltige Halle, in der im Laufe der Zeit mehr als dreihundert Höhlenbären verendet sein müssen. Und fasziniert steht der Besucher an der Stelle, an der unsere bronzezeitlichen Vorfahren vor tausenden von Jahren Werkzeuge hergestellt haben.

Eine abschließende Tour (oder auch Auftakttour, siehe oben) führt zur Hundalm Eishöhle und vermittelt dem entdeckungshungrigen Bergfreund Einblicke in eine Wildnis aus Eis und Fels von archaischer Kraft. Sicher: der Weg hierhin ist schon lang – aber eben lohnend, in kompetenter Begleitung erfahrener Höhlenforscher kann die Tour durch den Bauch der Erde schon als kleines Abenteuer bezeichnet werden. Und es wächst der Respekt vor den Leistungen und dem Idealismus der Entdecker und Ersterforscher dieser unterirdischen Wüste in ewiger Nacht.

Das Fazit

Die inntaler unterwelten erschließen die Welt der Höhlen auf einzigartige Weise, nicht nur oberflächlich, sondern im wahrsten Sinne des Wortes mit Tiefgang. Sie berühren den Besucher und beleuchten einen bedeutenden Aspekt der menschlichen Geschichte, die Verbindung von Mensch & Höhle.

Sie dokumentieren und bewahren darüber hinaus ein wertvolles Stück Natur und Kultur von weit überregionaler Bedeutung – und was der Mensch nicht kennt, kann er nicht schützen.

Mögen sie viele Besucher begeistern und in ihren Bann ziehen!


Das Projekt wurde gefördert von der EU im Rahmen des Programmes:

 


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