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Peter Hofmann (1999)

Die Höhle in Bibel und Koran: Ein Vergleich

Höhlen spielen eine große Rolle in der Urgeschichte der Menschheit. Mehr und mehr erhellen die Forschungen die Rolle der Höhlen auch in den Kulten und Riten unserer Ahnen.

Seltsamerweise liest man aber (zumindest in der höhlenkundlichen Literatur, über die theologische Literatur maße ich mir kein Urteil an) kaum von Untersuchungen über die Rolle der Höhle in den heute noch praktizierten Religionen. Die beiden Größten, Islam und Christentum eignen sich dabei aber ganz vorzüglich für eine Untersuchung, denn sie basieren auf einem grundlegendem, schriftlichem Werk und werden daher ja auch die Buchreligionen genannt (neben dem Judentum als Dritter).

Schon früh faszinierte mich daher der Gedanke, zunächst die Bibel auf "Höhlen" hin zu untersuchen.

Für das Treffen der Arbeitsgemeinschaft Höhle, Religion und Psyche 1992 wertete ich daher die mir zugänglichen Fundstellen aus und berichtete darüber.

Dadurch angespornt analysierte ich ein Jahr später ebenso den Koran.

Für die Jubiläumstagung 1999 möchte ich die Erkenntnisse noch einmal aufbereiten, ergänzen und in einen Vergleich zusammenfassen.

I. Die Höhle in der Bibel

Wenn man sich Gedanken zur Rolle der Höhle in der Bibel machen möchte, liegt es nahe, alle Stellen zu suchen in denen das Wort "Höhle" vorkommt. Dabei ist es nun nicht ganz so einfach, diese zu finden, in meinen bisherigen Recherchen habe ich mich mit verschiedenen Konkordanzen (Verzeichnissen mit Bibelstellen nach Themen) herumgeschlagen. Im Zeitalter der Elektronik kann man natürlich den PC zu Hilfe nehmen, und so habe ich die Aktualisierung an Hand einer CD-Ausgabe des Alten und Neuen Testamentes vorgenommen (vgl. Literaturhinweise).

Erwähnungen von Höhlen

Das Wort "Höhle", "Höhleneingang" oder "Felsenhöhle" kommt in der ganzen Bibel 51 mal explizit vor, (auf artähnliche Stellen kommen wir an späterer Stelle zu sprechen).

Dabei fällt der Begriff relativ selten im Neuen Testament!

Bei diesen 51 Nennungen handelt es sich, um 30 nicht zusammenhängende Bibelstellen, in denen insgesamt 29 voneinander unabhängige Höhlen genannt werden, fünf Stellen beziehen sich auf die gleiche Höhle mit mehrmaliger Nennung.

Die beiden ausführlichsten Stellen nennen auch den Namen der Höhlen (Höhle Machpela und Höhle bei Makkeda). Ein weiteres Mal findet sich ein Name einer Höhle (Höhle Adullam), der jeweils nur einmal, dafür aber von zwei unabhängigen Stellen genannt wird.

Betrachten wir die wichtigsten Stellen im Einzelnen in ihrem Kontext:

Höhle als Wohnung

Die erste Erwähnung findet sich im Buch Genesis, als Lot, der dem Untergang von Sodom entkommen ist (seine Frau hat es ja bekanntlich nicht geschafft, weil sie sich – neugierig wie Frauen eben sind – verbotenerweise umdrehte und zur Salzsäule erstarrte) eine Wohnung sucht:

Lot aber ging von Zoar hinauf und ließ sich mit seinen beiden Töchtern im Gebirge nieder. Denn er hatte Angst in Zoar zu wohnen. So nahmen er und seine beiden Töchter Wohnung in der Höhle.

(Genesis 19,30)

Geradezu unglaublich übrigens, was danach noch in der Höhle geschah:

Da sprach die Ältere zu der Jüngeren: "Unser Vater ist alt, ein Mann ist nicht da, der mit uns verkehren könnte, wie es in aller Welt Brauch ist. Komm, wir wollen unseren Vater mit Wein berauschen und uns dann zu ihm legen, damit wir von ihm Nachkommen erhalten!"

Sie machten also in jener Nacht ihren Vater mit Wein trunken. Daraufhin legte sich die Ältere zu ihm; er aber spürte nichts, weder wie sie sich hinlegte, noch wie sie aufstand.

Am anderen Tage sprach die Ältere zu der Jüngeren: "Gestern habe ich mich zu meinem Vater gelegt. Wir wollen ihn auch für heute nacht betrunken machen! Dann geh du hinein und lege dich zu ihm, dann werden wir Nachkommen erhalten!"

Sie machten darauf auch in jener Nacht ihren Vater mit Wein trunken. Die Jüngere erhob sich und legte sich zu ihm; er aber spürte nicht, wie sie sich hinlegte und wie sie aufstand.

So empfingen die beiden Töchter Lots von ihrem Vater. Die Ältere gebar einen Sohn, den sie Moab nannte. Er ist der Stammvater der Moabiter bis heute. Auch die Jüngere gebar einen Sohn, den sie Ben-Ammi nannte. Er ist der Stammvater der Ammoniter bis heute.

(Genesis 19,31-38)

Die vermutlich älteste schriftliche Überlieferung eines Beischlafes in einer Höhle!

Zurück zur Wohnung: An anderen Stellen heißt es über die Makkabäer nach ihrem Sieg über die Heiden:

Freudig erregt feierten sie acht Tage hindurch nach Art des Laubhüttenfestes. Sie erinnerten sich dabei, daß sie kürzlich noch in der Zeit des Laubhüttenfestes auf den Bergen und in den Höhlen wie wilde Tiere hausen mußten.

(2 Makkabäer 10,6)

Als bequem scheinen die Makkabäer also ihre Höhlenwohnungen nicht in Erinnerung zu haben.

An anderer Stelle kommt der Zorn des Herrn über Moab und es heißt:

Räumt die Städte, wohnt in den Klüften, Bewohner von Moab! Macht es wie die Taube, die an den Wänden nistet in offenen Höhlen.

(Jeremias 48,28)

Höhle als Grab

Die größte Häufung des Wortes Höhle(n) in der Bibel überhaupt findet sich im Buch Genesis. Abraham kauft eine Höhle, um seine Frau zu bestatten, später werden in ihr noch er selbst, sein Sohn Isaak, dessen Frau Rebecca, sowie sein Enkel Jakob mit Frau Lea beerdigt.

Heute liegt diese Höhle in einer Moschee mitten in Hebron und ist selbst nicht zugänglich. (Sie erlangte übrigens vor einigen Jahren traurige Berühmtheit, als ein Fanatiker ein Blutbad unter den Gläubigen anrichtete.)

Abraham erhob sich und neigte sich vor den Bürgern des Landes, den Hethitern, und verhandelte mit ihnen: "wenn es auch in euerem Sinne ist, daß ich meine Tote begrabe..., so höret mich: vermittelt für mich bei Ephron, dem Sohne des Zochar! Er soll mir die Höhle Machpela überlassen, die ihm gehört und am Ende seines Grundstücks liegt...."

Ephron ... antwortete dem Abraham ...:"höre mich an: das Grundstück schenke ich dir, und die Höhle darauf gebe ich dir; ... " ...

So kam denn das Grundstücks Ephrons in Machpela bei Mamre, das Feld selbst, die darauf befindliche Höhle und alle Bäume auf dem Grundstück ... in den Besitz Abrahams ... .

Hierauf begrub Abraham seine Frau Sara in der Höhle im Machpelagefilde bei Mamre im Lande Kanaan...

So kam das Grundstück und die darauf befindliche Höhle als eigene Grabstätte von den Hethitern an Abraham

(Genesis 23,9 - 20)

Nachdem Abraham verstorben war, heißt es:

Seine Söhne Isaak und Ismael begruben ihn in der Höhle von Machpela ... .

(Genesis 25,9)

Und er gebot ihnen und sprach: "Ich werde zu meiner Sippe versammelt; begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle, die auf dem Grundstück des Hethiters Ephron liegt, in der Höhle auf dem Felde Machpela. ...

... in der Höhle auf dem Felde Machpela gegenüber Mamre im Lande Kanaan, auf dem Felde, das Abraham von dem Hethiter Ephron als eigene Grabstätte gekauft hat.... Erworben ward das Feld mit der darauf befindlichen Höhle von den Hethitern ...

Sie brachten ihn in das Lande Kanaan und man begrub ihn in der Höhle auf dem Machpelagefilde, ...

(Genesis 49,29 -50,13)

Auch eine der, wie bereits erwähnt wenigen Stellen des neuen Testamentes beschreibt die Höhle als Grab, und zwar im Zusammenhang mit der Erweckung des Lazarus:

Abermals wurde Jesus ... erschüttert und ging zum Grab. Es war eine Höhle, und davor lag ein Stein.

(Johannes 11,38)

Auf das Aussehen eines Felsengrabes zur Zeit Jesu kommen wir an späterer Stelle noch zu sprechen.

Höhle als Versteck von Gegenständen, ...

Eigentlich ist es sehr erstaunlich, daß die Bibel nur ein einziges Mal die Höhle als Versteck von (Wert-)gegenständen anführt. Dafür ist es in der einen Stelle allerdings gleich die Bundeslade selbst, die verborgen werden soll:

Dort angekommen, stieß er auf eine geräumige Höhle. Dahinein brachte er das Zelt, die Lade und den Räucheraltar und verstopfte den Eingang. Von seinen Begleitern traten einige hinzu, um den Weg zu kennzeichnen. Sie konnten ihn aber nicht finden. Als das Jeremias erfuhr, schalt er sie und sprach: "Der Ort soll unbekannt bleiben, bis Gott die Volksgemeinschaft wieder zusammenbringt und gnädig ist"

(2 Makkabäer 2,5-7)

... vor Feinden ...

Recht konkret und vor allem ausführlich sind die Stellen, an denen man sich vor Feinden versteckt.

In der ersten Erwähnung geht es um Juden in Athen, die grausam verfolgt wurden, jede Religionsausübung war ihnen bei Todesstrafe verboten:

Andere hatten sich in nahe gelegenen Höhlen zusammengefunden, um heimlich den Sabbat zu feiern. Sie wurden dem Philippus gemeldet und kamen in den Flammen um. Wegen der Ehrwürdigkeit dieses hochheiligen Tages wagten sie nämlich nicht, sich zu verteidigen.

(2 Makkabäer 6,11)

Gleichzeitig beschreibt diese Stelle also ein Märtyrertum in Höhlen – die Juden wagen nicht, den Sabbat durch Kampf zu entweihen, lieber sterben sie

Eine ebenfalls recht grausame Geschichte berichtet das Buch Josua: Josua macht kurzen Prozeß mit den Königen von Jerusalem, Hebron, Jarmut, Lachis und Eglon, die sich gegen ihn verbündet hatten und deren Heere er schon geschlagen hatte:

Jene fünf Könige aber flohen und versteckten sich in der Höhle bei Makkeda. Dem Josua wurde gemeldet: die fünf Könige hat man gefunden, sie haben sich in der Höhle bei Makkeda versteckt. Josua sprach: "wälzt große Steine vor den Eingang der Höhle und beauftragt einige Leute damit, sie zu bewachen!" Dann sprach Josua. "öffnet den Höhleneingang und führt mir jene fünf Könige aus der Höhle heraus!" Man tat so und führte die Könige aus der Höhle heraus. ... Darauf ließ Josua sie erschlagen und töten und auf fünf Galgen aufhängen. ... Gegen Sonnenuntergang ließ Josua sie von den Galgen abnehmen und in die Höhle werfen, worin sie sich versteckt hatten. Man wälzte große Steine an den Höhleneingang, die bis heute noch da sind.

(Josua 10,16 - 27)

Die Höhle wird hier also von der Zuflucht zum Gefängnis und sogar zur Grabstelle!

Eine der drei Erwähnung mit Namensnennung betrifft die Höhle mit Namen Adullam, in die sich David auf der Flucht vor Saul begibt:

David ging von hier fort und entkam in die Höhle Adullam. Seine Brüder und seine ganze Verwandtschaft hörten davon und zogen zu ihm dort hinab.

(1 Samuel 22,1)

Im Buch der Psalmen finden sich zwei Lieder von denen ausdrücklich erwähnt wird, daß David sie in dieser Höhle verfaßt hat (Psalm 57 und 142), er scheint sich dort länger aufgehalten zu haben.

Von drei Philistern wird an anderer Stelle noch erzählt, die ihn dort besuchen.:

Drei von den dreißig Obersten kamen zu David zur Felswand hinab, in die Höhle Adullam. Das Lager der Philister befand sich in der Ebene Rephaim.

(1 Chronik 11,15)

Auch wird berichtet, daß ihn dort mehr als 400 Anhänger gleichzeitig besuchten (wobei damit sicher nicht gemeint ist, daß alle in der Höhle Platz hatten).

An anderer Stelle trifft David mit seinem Gegner Saul unter interessanten Umständen zusammen:

Er kam zu den Schafhirten am Wege. Dort war eine Höhle, in die Saul eintrat, um seine Notdurft zu verrichten. David aber und seine Mannen saßen im Hintergrund der Höhle.

(1 Samuel 24,4)

David hätte seinen Feind Saul töten können, aber er schonte ihn. Doch zum späteren Beweis, daß er ihn in der Hand hatte, schneidet er ihm eine Zipfel des Gewandes ab! Noch dreimal fällt im Folgenden der Begriff Höhle:

David aber wies seine Leute mit erregten Worten zurecht und gestattete ihnen nicht, sich gegen Saul zu erheben. Saul machte sich aus der Höhle fort und ging seines Weges....

Auch David erhob sich danach, trat aus der Höhle und rief Saul nach: "Mein Herr und König!" Saul blickte zurück, und David warf sich auf sein Antlitz nieder und brachte eine Huldigung dar. ...

Siehe, am heutigen Tage haben deine eigenen Augen geschaut, daß der Herr dich in der Höhle in meine Gewalt gegeben hat und mir nahelegte, dich zu töten. Doch ich schonte dich und sagte mir: Ich will nicht Hand anlegen an meinen Gebieter; denn er ist der Gesalbte des Herrn.

(1 Samuel 24,8-11)

An verschiedenen anderen Stellen wird noch berichtet, daß Höhlen Schutz vor Feinden bieten z.B. im Buch Samuel:

Die Israeliten erkannten, daß sie bedrängt und die Leute in Not seien. Deshalb versteckten sie sich in Höhlen, in Löchern, in Felsspalten, in Gewölben und Zisternen.

(1 Samuel 13,6)

oder im ersten Buch der Könige:

Als Isebel die Propheten des Herrn ausrottete, hatte Obadja einhundert Propheten kommen lassen, sie zu je fünfzig in einer Höhle ersteckt und mit Brot und Wasser versorgt.

(1 Könige 18,4)

und kurz darauf nochmals, auf das selbe Geschehen verweisend:

Wurde denn meinem Herrn nicht berichtet, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des Herrn tötete? Hundert von den Propheten des Herrn verbarg ich, je fünfzig in einer Höhle, und versorgte sie mit Brot und Wasser.

(1 Könige 18,13)

Bedeutsam ist eine Stelle, an der von den um Ihres Glaubens willen Ausgestoßenen die Rede ist. Sie werden grausam verfolgt und flüchten auch in Höhlen

Sie wurden gesteinigt, gefoltert, zersägt, durchs Schwert getötet; sie gingen umher in Schaffellen und Ziegenhäuten, Not leidend, bedrängt und mißhandelt. Sie, derer die Welt nicht wert war, irrten umher in Wüsten und Gebirgen, in Höhlen und Klüften der Erde.

(Hebräer 11,37-38)

... und vor Gott

Aber nicht nur vor Feinden versteckt man sich in Höhlen, manchmal auch vor Gott selbst (der Gott des Alten Testamentes ist ja ein rächender, an Feinden grausam handelnder Gott):

In Felshöhlen und Erdlöchern verkriecht man sich vor dem Schrecken des Herrn, vor seiner glorreichen Pracht, wenn er sich erhebt die Erde zu schrecken. An jenem Tag wirft der Mensch seine Götzen von Silber und Gold, die er sich gemacht zur Verehrung, hin zu den Ratten und Fledermäusen, um sich in Felsspalten und Steinklüfte zu verkriechen vor dem Schrecken des Herrn und seiner glorreichen Pracht, wenn er sich erhebt, die Erde zu schrecken.

(Isaias 2,19-21)

Eine sehr interessante Stelle, denn es werden auch die Fledermäuse als Höhlenbewohner genannt! (Übrigens nur drei Mal wird an anderer Stelle noch die Fledermaus in einer Aufzählung mit genannt, im dritten Buch Mose (oder Leviticus) 11,19; im fünften Buch Mose (oder Deuteronomium) 14,18 sowie im Buch Baruch 6,21)

Doch weiter mit den Schrecknissen, der Prophet Ezechiel droht gar:

So spricht der Gebieter und Herr: "so wahr ich lebe, die in den Trümmern wohnen, fallen durch das Schwert; die auf freiem Felde sind, gebe ich den Tieren zum Fraße, die in Bergfesten und Höhlen sind sterben an der Pest."

(Ezechiel 33,27)

Auch Moses macht eine ähnliche Erfahrung Er bittet den Herrn, ihn sehen zu dürfen. Gott erfüllt ihm seine Bitte teilweise:

Der Herr sprach aber: "Siehe, hier in der Nähe ist ein Platz, da stelle dich auf den Felsen! Wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, stelle ich dich in die Felsenhöhle und bedecke dich mit meiner Hand, bis ich vorüber bin. Nehme ich dann meine Hand weg, so kannst du meine Rückseite schauen. Doch mein Angesicht darf man nicht schauen."

(Exodus 33,21-22)

Eine der schönsten und auch bekannteren Stellen handelt vom Propheten Elias und weist zum Erlebnis des Moses deutliche Parallelen auf. Es ist der einzige Bericht in der Bibel, bei dem der Herr selbst in einer Höhle in Erscheinung tritt, in diesem Falle zu Elias spricht:

Er trat dort in eine Höhle hinein und übernachtete.

Da erging an ihn das Wort des Herrn, der ihn fragte: "was suchst du hier, Elias?" ... Der Herr befahl: "tritt hinaus und stelle dich auf dem Berg vor den Herrn hin!"

Siehe da zog der Herr vorüber: ein starker mächtiger Sturm, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach ging vor dem Herrn einher, doch im Sturm war der Herr nicht. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben, doch der Herr war nicht im Erdbeben.

Nach dem Erdbeben kam ein Feuer, doch auch im Feuer war der Herr nicht.

Nach dem Feuer kam ein leichtes, zartes Säuseln. Elias vernahm es, ... trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

(1 Könige 19,9 -13)

Besonders drastisch ist die Stelle aus der Offenbarung, die eindrucksvollste Höhlen-Fundstelle aus dem Neuen Testament: Das Öffnen des sechsten Siegels bedingt Naturkatastrophen:

Es entstand ein gewaltiges Beben, die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut. Die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie der Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er vom Sturmwind geschüttelt wird. Der Himmel wurde weggezogen wie ein Buch, das sich zusammenrollt, und alle Berge und Inseln wurden von ihrer Stelle gerückt. Die Könige der Erde, die Großen, die Heerführer, die Reichen und die Mächtigen, jeder Sklave und jeder Freie verbargen sich in den Höhlen und Klüften der Berge, und sie riefen den Bergen und Felsen zu: "Fallet über uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn gekommen ist der große Tag ihres Zornes. Wer kann da bestehen?"

(Offbarung 6,12-17)

Höhle und Tiere

Des öfteren wird schließlich noch die Höhle als Behausung von Tieren genannt:

Zunächst ganz allgemein:

Die Tiere selbst verkriechen sich in ein Versteck und lagern sich in ihren Höhlen.

(Job 37,8)

Besonders beliebt ist die sprichwörtliche Höhle des Löwen:

Die Löwen brüllen nach Raub; sie verlangen von Gott ihre Nahrung. Strahlt die Sonne auf, dann verkriechen sie sich und lagern in ihren Höhlen.

(Psalm 104,21-22)

Läßt der Junglöwe in der Höhle sein Knurren hören, wenn er nichts gefangen hat?

(Amos 3,4)

Wo ist nun die Wohnstatt der Löwen und die Höhle der jungen Löwen, wohin sich der Löwe zurückzog, die Löwenbrut, ohne daß jemand sie störte?

(Nahum 2,12)

"Aus dem Libanon, o meine Braut, aus dem Libanon lockst du mich; du zwingst mich zum Abstieg vom Amanagipfel, vom Gipfel des Senir und Hermon, von den Höhlen der Löwen, von den Bergen der Panther."

(Hohelied 4,8)

Aber auch vom Fuchs ist in einer Rede, zweimal unabhängig voneinander zitieren die Evangelisten einen Ausspruch Jesu:

"Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat nichts, wo er sein Haupt hinlege."

(Matthäus 8,20 und Lukas 9,58)

Im übertragenen Sinne spricht schließlich Isaias vom "Schlupfloch der Otter" (Isaias 11,8)

Körperhöhlen

Interessant, daß die Bibel sogar Körperhöhlen einmal erwähnt, und zwar im Buch Zacharias:

Das wird das Strafgericht sein, das der Herr an allen Völkern vollzieht, die gegen Jerusalem zu Felde zogen: Es vermodert ihr Fleisch, während sie noch auf ihren Füßen stehen; ihre Augen verfaulen in ihren Höhlen, und ihre Zungen verwesen in ihrem Mund.

(Zacharias 14,12)

Unterwelt als Höhle

Schließlich wird in einem Petrusbrief auch die Unterwelt als Höhle noch erwähnt:

Denn Gott hat der Engel, die sich versündigten, nicht geschont, sondern sie den finsteren Höhlen der Unterwelt übergeben, um sie zu verwahren für das Gericht.

(2 Petrus 2,4)

Zusammenfassung

Betrachtet man die in der Bibel erzählten Ereignisse in Höhlen nochmals im Überblick, ergibt sich folgendes Bild:

Achtmal wird eine Höhle als Versteck und Zufluchtsort vor Feinden genannt.

Siebenmal ist sie Zuflucht für Tiere.

Fünfmal flüchten sich Menschen in Höhlen vor Gott oder seinem Strafgericht

Dreimal wird sie als Wohnung für Menschen genannt.

Zweimal nur wird sie als Grab erwähnt.

Einmal ist die Höhle zusätzlich Erscheinungsort Gottes.

Einmal nur werden in der Höhle Wertsachen versteckt

Einmal wird sie aufgrund eines menschlichen Bedürfnisses aufgesucht.

Einmal wird sie als Unterwelt bezeichnet

Einmal schließlich taucht sie als Körperhöhle auf

ArtverwandteVorkommen

Zweifellos kann man natürlich über die von mir getroffene Zuteilung streiten, ebenso wie über die Anzahl der genannten Stellen, wie schon mehrfach betont..

Wenn man beispielsweise Grabhöhlen oder Wohnungen bespricht, muß man unbedingt erwähnen, daß solche auch umschrieben vorkommen, so heißt es beispielsweise: Was hast du hier und wen hast du hier, daß du allhier ein Grab für dich aushauen ließest? Da läßt sich der hoch oben sein Grab aushauen, im Felsen sich eine Ruhstatt meißeln! (Isaias 22,16) oder: Die Klippdachse sind ein Volk ohne Stärke und bauen sich dennoch im Fels ihre Wohnung. (Sprüche 30,26)

Der Begriff "aushauen" taucht übrigens noch weitere dreimal in Verbindung mit Felsen auf, hauptsächlich handelt es sich um Gräber.

An anderem Orte steht geschrieben: Flieh in den Fels, verbirg dich im Staub vor dem Schrecken des Herrn, vor seiner glorreichen Pracht! (Isaias 2,10), also eine in unserem Sinne ebenfalls passende Stelle.

Daneben ist noch von Felsspalten die Rede (insofern erwähnenswert, weil es das zweite mal ist, daß ein Gegenstand verborgen werden soll: "Nimm den gekauften Gürtel, den du um die Lenden trägst, mache dich auf den Weg an den Euphrat, und verstecke ihn dort in einer Felsspalte!"(Jeremias 13,4).

Auch der Begriff "ausgehöhlt" wird verwendet, allerdings nur zweimal, einmal im konkreten, einmal im übertragenen Sinn: Eine Grube hat er gegraben und ausgehöhlt, doch stürzte er ins Loch, das er gemacht. (Psalm 7,16) und: Des Nachts wird mein Gebein mir ausgehöhlt, meine nagenden Schmerzen kommen nicht zur Ruhe (Job 30,17).

Sehr interessant schließlich ist die Verwendung des Höhlenbegriffes im übertragenen Sinne als Räuberhöhle, und das gleich zweimal: Bei Jeremias heißt es: "Seht ihr denn dieses Haus, das nach meinem Namen benannt ist, als eine Räuberhöhle an?" (Jeremias 7,11), eine Stelle, die von Markus (Markus, 11,17) zitiert wird.

Gänzlich unübersichtlich wird die Situation, wenn man artverwandte Begriffe dazunimmt.

Allein das Wort "Fels" (bzw. "Felsen") kommt 117 mal vor (davon 59 mal die Pluralform).

Dabei die wichtigste Stelle ist sicherlich die Szene, als Moses für sein dürstendes Volk Wasser aus dem Felsen schlägt: "Nimm den Stab, versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zum Felsen; dieser wird daraufhin sein Wasser hervorsprudeln lassen. Laß für sie Wasser aus dem Felsen fließen und tränke damit die Gemeinde zusammen mit ihrem Vieh!" (Numeri 20,8)... Moses erhob seine Hand und schlug mit dem Stab zweimal gegen den Felsen. Es kam viel Wasser heraus. Die Gemeinde samt ihrem Vieh konnte trinken. (Numeri 20,11)

Felsen in Verbindung mit Wasser kommt natürlich öfter vor, schließlich ist das Wasser der Lebensquell in der Wüste: Berge wanken samt den Wassern in ihrem Grund, Felsen zerschmelzen vor dir wie Wachs! Denen aber, die dich fürchten, bist du gnädig. (Judit 16,15)

An dieser Stelle würde es nun zu weit führen, diese Randbereiche noch aufzuarbeiten. Der Vollständigkeit halber aber seinen zwei höchst interessante Zitate noch angeführt, in denen die bergmännische Bearbeitung des Felsen vorkommt: ...haut in die Felsen Schächte ein, und allerlei Schätze erblickt das Auge. (Job 28,10) und Hiskia hat seine Stadt befestigt, indem er Wasser leitete in ihre Mitte; und er durchbohrte mit dem Erz die Felsen und dämmte rings den Teich mit Bergen ein. (Jesus Sirach 48,17)

Soweit der Exkurs in die Randthemen.

Bedeutung des Phänomens Höhle

Bei diesen Betrachtungen ist natürlich weiterer, wesentlicher Gesichtspunkt noch nicht berücksichtigt.

Ohne daß das Wort "Höhle" vorkommt, gibt es weitere Geschehnisse, von höchster Bedeutung, die sich in Höhlen abgespielt haben. Ja, man kann sagen, daß eigentlich die beiden wesentlichsten Ereignisse des Neuen Testamentes, ohne die es die christliche Religion gar nicht gäbe (!) in Höhlen stattgefunden haben:

Geburt und Auferstehung Jesu !

Daß die mit einer Höhle in Verbindung steht, ist eigentlich nicht strittig.

Der Ort der Geburt zu Betlehem, die Geburtsgrotte, die als solche heute zu besichtigen ist, bildet die Unterkirche einer Basilika, ihr Charakter als (Halb-)höhle ist aber noch gut erkennbar. In der hügeligen Umgebung von Betlehem liegen noch viele derartige Höhlen, sie sind ideal als Unterstände von Hirten, als Krippe eben, geeignet und werden auch heute noch benutzt.

Im Übrigen: Welche geniale Verstärkung der Symbolik dieser Geburt liegt doch in der Tatsache, daß sie in einer Höhle stattgefunden hat, wenn man bedenkt, daß ja der Geburtsvorgang selbst für das Kind das Heraustreten aus der schützenden Höhlung des Leibes bedeutet.

Schließlich die Auferstehung aus der Grabeshöhle. Der Kreis schließt sich.

Im Falle des Lazarus wird das Grab als Höhle bezeichnet, das Grab Jesu war sicher ähnlich.

Es handelte sich um begehbare Räume, die zwar meist künstlich angelegt wurden, aber vielleicht unter Nutzung einer natürlichen Spalte?

Auch hier ist ja heute noch das Grab selbst (wieder im Inneren einer Kirche) zu besichtigen. Manche halten aber in diesem Falle für den authentischen Ort das sogenannte Gartengrab, eine Anlage knapp außerhalb der heutigen Mauern, die sich noch im ursprünglichen Zustand befindet.

Die Höhle also Anfang und Ende,

Alpha und Omega der Bibel !?

Ich kann diese Gedanken nicht weiterführen, ich bin kein Theologe und mir fehlt die Fachkenntnis. Auch möchte ich einen Schönheitsfehler dieser Theorie nicht verbergen: ganz gesichert ist der Ort der Geburt nach dem Stand der Forschung nicht (mündliche Mitteilung von Dr. Ploch, München).

Der Gedanke ist aber natürlich faszinierend:

Die Höhle am Anfang und am Ende des Lebens, Geburt und Tod gleichermaßen, ein Symbol für das Leben als Ganzes (?).

Damit ist die Höhle auch ein ganz natürlicher Ort für den Menschen, keiner vor dem er sich fürchten müßte. In keiner biblischen Stelle wird berichtet, daß die Menschen in der Höhle Unheil erwarten, sie sich fürchten, sie widerwillig hineingehen oder ähnliches.

Vielmehr finden sich meiner Meinung nach durchaus Hinweise darauf, daß dem Menschen die Bedeutung der Höhle im oben genannten Sinne bewußt war.

II. Höhlen im Koran

Angeregt durch den großen Anklang, den unsere 1992 erstmals veröffentlichten Überlegungen zu "Höhlen in der Bibel" (Hofmann 1992) fanden, kamen wir auf den Gedanken, das Vorkommen des Phänomens "Höhle" in anderen Schriften großer Weltreligionen zu untersuchen.

Sicher lag es dabei relativ nahe, an den Koran zu denken, zumal wir durch verschiedene Reisen in arabische Länder einen gewissen Zugang zum Islam erlangten.

Im Zuge der Neubearbeitung und Ergänzung unseres Generalthemas liegt es nahe, einen Vergleich zwischen den beiden Büchern bzw. dem Vorkommen der Höhlen darin zu ziehen.

Doch zunächst zum Koran selbst:

Der Koran

Der Koran hat die Verkündigungen zum Inhalt, die der Prophet Mohammed zu Beginn des siebten Jahrhunderts (nach unserer Zeitrechnung) seinen arabischen Landsleuten als göttliche Offenbarung vorgetragen hat. Er ist aufgebaut in 114 Suren, die eigene Überschriften haben und wiederum in Verse unterteilt sind. Die Suren sind von ganz unterschiedlicher Länge, insgesamt füllt die Taschenbuchausgabe des Korans etwa 400 dicht beschriebene Seiten.

Der Koran hat also einen weit geringeren Umfang als die Bibel (sonst wäre es wohl auch nicht möglich, daß ihn jeder Moslem auswendig lernt), aber das Durcharbeiten stellt sich weit schwieriger dar als gedacht.

Das liegt daran, daß der Koran keine fortlaufende Erzählung darstellt. In weiten Teilen ist er sehr schwer verständlich, die einzelnen Sätze haben oft keinen Sinnzusammenhang oder dieser ist nur angedeutet.

Meist enthält er eine Art Lobpreis Allahs, daneben endzeitliche Weissagungen, und Gerichtsdrohungen, Ermahnungen und Belehrungen für die Gläubigen, auch einige gesetzliche Bestimmungen.

Nur fragmentarisch wird Bezug auf konkrete (historische) Ereignisse genommen, dabei werden übrigens des öfteren Begebenheiten aus dem Alten Testament angeführt.

Tatsächlich ist es auch so, daß es zwar als gesichert gilt, daß der ganze Koran von Mohammed selbst stammt, dagegen die Anordnung der Suren, ja sogar einzelner Sätze unklar ist. Teilweise darf vermutet werden, daß einzelne Verse oder Versgruppen mehr oder weniger zufällig erst später aneinandergereiht wurden.

Dazu kommt der grundsätzlich andere Stil der arabischen Sprache, die ja teilweise gar nicht direkt in unsere Sprache übersetzbar ist, in Verbindung mit der orientalischen, "blumigen" Ausdrucksweise.

Es bedürfte zum tieferen Verständnis sicher eines intensiven Befassens und der Hilfestellung bei der Interpretation.

Für den "Anfänger" bereitet es also schon etwas Mühe, den Text durchzuarbeiten, doch immerhin wird der Leser dafür belohnt:

Erwähnungen von Höhlen

Listet man systematisch alle Stellen auf, die sich auf Höhlen beziehen, so findet man immerhin 14 Erwähnungen, dabei kommt (in der deutschen Übersetzung) das Wort Höhle zehn mal vor, vier Mal ist indirekt von Höhlen(-wohnungen) die Rede (über eine Erwähnung könnte man, zugegeben, streiten).

Der Aufenthalt des Propheten in der Höhle

Die erste Erwähnung einer Höhle im Koran ist gleich sehr interessant. Sure 9, Vers 40 enthält einen Aufruf an die Gläubigen, sich nicht mutlos zu zeigen. Als Beleg, daß Gott den Tapferen beisteht, heißt es:

(40) Wenn ihr ihm (dem Propheten Mohammed, Anm. d. Verf.) keinen Beistand leistet, kann er doch auf die Hilfe Gottes rechnen. Gott hat ihm ja schon Beistand geleistet, als die Ungläubigen ihn zu zweit aus Mekka vertrieben. Als die beiden in der Höhle waren und er (d.h. Mohammed) zu seinem Gefährten sagte: "Sei nicht traurig! Gott ist mit uns. "Da sandte Gott seine Sakina auf ihn herab und stärkte ihn mit Truppen, die ihr nicht sahet."

Mit diesem Gefährten ist ein Abu Bekr gemeint, der den Propheten auf seiner Flucht begleitete.

Ohne einen genauen Nachweis dafür zu finden, nehme ich doch an, daß es sich bei dieser Reise um die Flucht aus Mekka am 16. 07. 622 handelt, wie wir wissen, das wichtigste Ereignis im Leben des Propheten und der Beginn der islamischen Zeitrechnung.

Die Höhle als Schutz und Zuflucht

Die nächste Stelle (Sure 9) handelt ganz allgemein von der Höhle als Zufluchtsort, im Zusammenhang mit der Furcht der Ungläubigen heißt es da:

(57) Wenn sie (gemeint sind die Ungläubigen, Anm. d. Verf.) einen Zufluchtsort fänden oder irgendwelche Höhlen, oder einen Ort, in den man hineingehen kann, würden sie sich schnurstracks dorthin wenden.

Ähnliches erwähnt Sure 16. Es wird aufgezeigt, wie Gott die Menschen beschützt, unter anderem habe er Ihnen "in den Bergen Schlupfwinkel gemacht" (Vers 81). Ich denke, es ist legitim, darin (Halb-) Höhlen zu vermuten, was anderes könnte in der Wüste Zuflucht gewähren?

Höhlenwohnungen

An drei Stellen des Korans wird von Höhlenwohnungen berichtet, das erste Mal in Sure 15:

(80) Und auch die Leute von al-Hidschr haben doch seinerzeit die Gesandten Gottes der Lüge geziehen. ... (82) Und sie meißelten aus den Bergen Häuser, um darin sicher zu sein. (83) Da kam am Morgen der Schrei über sie und es nützte ihnen nicht, was sie in ihrem Erdenleben erworben hatten.

In Sure 26, Vers 126 ff ist von einem Bruder Salih die Rede, der die Thamud ermahnt, Gott zu gehorchen. Unter anderem fragt er sie, ob sie auf Dauer "frisch und munter aus den Bergen Häuser meißeln" (Vers 149) wollten.

Die Thamud aber "ziehen die Gesandten Gottes der Lüge" (Vers 141). Sie glauben ihm nicht und verlangen ein sichtbares Zeichen als Beweis, daß er die Wahrheit sage.

Sure 89 ermahnt schließlich:

(6) Hast du nicht gesehen, wie dein Herr mit den Ad verfahren ist,... (9) und mit den Thamud, die im Tal, in dem sie wohnten, den Fels aushöhlten ... (13) Dein Herr ließ die Geißel einer schrecklichen Strafe auf sie herabsausen.

Alle drei Stellen meinen die selbe Begebenheit und berichten von einem Strafgericht Gottes, das die Ungläubigen ereilte, nachdem sie die Mahnungen nicht glaubten. Ihre vermeintlich sicheren Höhlenwohnungen schützten sie nicht.

Zweimal wird das betroffene Volk beim Namen genannt (Thamud), einmal wird der Name der Stadt genannt, die sie bewohnten (al-Hidschr).

Der Volksstamm existiert nicht mehr (als Folge des geschilderten Strafgerichtes?). Da der Koran über die Thamud ansonsten zwar noch häufiger, aber nicht mehr viel Konkretes berichtet, und auch die Wissenschaft darüber bislang wenig Stichhaltiges weiß, bleibt insgesamt die Geschichte des Volkes ziemlich im Dunkeln.

Auch die Stadt el-Higr gibt es nicht mehr. Sie lag im nördlichen Higaz (südwestlich von Taima) in Inner-Arabien (heutiges Saudi-Arabien). In den Bergwänden der Umgebung finden sich eine große Anzahl aus dem Fels geschlagener Monumente aus prähistorischer Zeit, "die ursprünglich Grabkammern waren, aber später als Wohnbauten eines untergegangenen Volkes (eben der Thamud) gedeutet wurden." (Paret 1989 b S. 163)

Die Geschichte von den "Höhlenschläfern"

Die interessanteste Sure im Koran für Höhlenforscher ist Sure 18, die schon die verheißungsvolle Überschrift "al-Kahf", d.h. "Die Höhle", trägt. Wieder ist von den vielfältigen Wunderzeichen Gottes die Rede:

... (9) der meinst du, daß die Leute der Höhle und der Inschrift eines von unseren Zeichen waren, worüber man sich besonders wundern müßte? (10) Als die Männer sich in die Höhle zurückzogen und sagten: "Herr! Schenke uns Barmherzigkeit von dir und bereite uns in unserer Angelegenheit einen rechten Weg!"

(11) Da schlugen wir ihnen in der Höhle aufs Ohr so daß sie für eine ganze Anzahl von Jahren betäubt waren.

(12) Hierauf weckten wir sie auf, um in Erfahrung zu bringen, welche der beiden Gruppen am ehesten errechnen würde, eine wie lange Zeit sie verweilt hatten.

(13) Wir berichten dir ihre Geschichte der Wahrheit entsprechend. Sie waren Männer, die an ihren Herrn glaubten. Als sie dastanden und sagten: "Unser Herr ist der Herr von Himmel und Erde."...

(16) Zieht euch nun, nachdem ihr euch von Ihnen und dem, was sie außer Gott verehren, fernhaltet, in die Höhle zurück! Dann wird euer Herr Euch etwas von seiner Barmherzigkeit zukommen lassen.

(17) Und du siehst, daß die Sonne, wenn sie aufsteigt, sich zu Rechten von ihrer Höhle wegneigt und wenn sie untergeht, zur Linken an ihnen vorbeigeht, während sie (d.h. die Schläfer Anm. d. Verf.) sich in einer Ausbuchtung der Höhle befinden. Das ist eines von den Zeichen Gottes.

Die Verse berichten also von Männern, die sich in einer Höhle verstecken und in einen Tiefschlaf verfallen.

Offensichtlich bezieht sich diese Erzählung auf die Legende von den Siebenschläfern, einer christlichen Legende. Danach entgingen sieben gläubige Männer der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249 - 251) indem sie sich in einer Höhle versteckten und in einen tiefen Schlaf versanken.

Sie wachten erst nach langer Zeit wieder auf, als sie in die Stadt gingen, kannte man sie nicht mehr und ihr Geld war nicht mehr gültig.

Der Inhalt der christlichen Legende ist genau erkennbar, teils liefert die Geschichte genaue Details (z.B. über die Lage des Einganges), andere Einzelheiten sind aber (wieder einmal) schwer verständlich.

So ist nicht klar, wer mit den zwei Gruppen gemeint ist (in Vers 12), die über die Dauer des Aufenthaltes uneins sind. Vielleicht ist die Stelle so zu deuten, daß zu Lebzeiten des Propheten über die Dauer des Aufenthaltes eben gestritten wurde.

Als die Schläfer erwachen, so wird berichtet, können sie selbst sich auch nicht einig werden, wie lange sie geschlafen haben. Sie schicken schließlich einen von Ihnen mit etwas Geld in die Stadt, um es herauszufinden.

Eigenartigerweise gibt dann der Koran aber selbst in Vers 25 die Antwort, recht unvermittelt und ohne Bezug zum vorhergehenden Text:

(25) Und sie verweilten dreihundert Jahre in ihrer Höhle und neun dazu. (26) Sag: Gott weiß am besten darüber Bescheid, wie lange sie verweilt haben.

Noch größere Verwirrung herrscht bei der Anzahl der Schläfer.

Zunächst heißt es noch, daß auch ein Hund bei ihnen war, "der mit ausgestreckten Beinen am Eingang lag" (Vers 18)

Wenig später heißt es dann:

(22) Man wird sagen: "Es sind drei Schläfer, mit ihrem Hund vier." Man sagt auch: "Fünf, mit ihrem Hund sechs." Das sind Mutmaßungen, die man über das Verborgene anstellt. Und man sagt auch: "Sieben, mit ihrem Hund acht" Sag: Mein Herr weiß am besten darüber Bescheid, wie viele es sind. Nur wenige wissen über sie Bescheid. Daher streite über sie nur auf einleuchtende Weise, und frage keinen über sie um Auskunft!

Wollen wir uns an diese Ermahnung halten und nicht weiter nachbohren!

Interessant übrigens der Ausgang der Geschichte, die Schläfer vereinbarten, Stillschweigen über Ihre Geschichte zu bewahren, wurden aber doch entdeckt und legten Zeugnis ab von der Größe des Herrn. Auch soll damit wohl ein Bezug zum Jüngsten Gericht hergestellt werden; nach der Auferstehung von den Toten wird keiner unentdeckt bleiben !

(Auf einer unserer Reisen in den Nahen Osten, im März 1993 in Jordanien, hatten wir Gelegenheit, eine Höhle zu besuchen, die als Stätte dieses Wunders gilt. Allerdings muß man sagen, daß einige Höhlen in der moslemischen Welt diesen Anspruch erheben.

"Unsere" Koranhöhle liegt in einem südöstlichen Vorort von Amman. Eine Abbildung und Hinweise zur Lage und zur Umgebung finden sich in unserem Artikel "Jordanien" (Hofmann 1993). Bleibt noch die besondere Erwähnung, daß dieser Besuch am Tage des Jahrestreffen des Arbeitskreises "Höhle, Religion und Psyche" 1993 stattfand !)

Zusammenfassung

Als Resümee der Ausführungen kann man sagen, daß das Ergebnis auf den ersten Blick deutlich magerer als bei den "Höhlen in der Bibel" ausgefallen sein mag und auch in der Interpretation mit größeren Schwierigkeiten verbunden ist, aber insgesamt doch recht interessante Erkenntnisse vermittelt.

III. Der Vergleich

Natürlich bietet sich an, Parallelen zur Bibel zu ziehen, kamen wir doch dort zum Schluß, daß die Höhle in ihr eine sehr große Rolle spielt. Dort fiel uns bereits auf, daß Höhlen als Zufluchtsorte, Schutzorte, Wohnorte genannt werden, nie in negativem Sinne, etwa daß man sich vor ihren dunklen Geheimnissen fürchten müsse.

Welch erstaunliche Parallele zum Koran und seinen eindrucksvollen Stellen zur Thematik der Höhlenwohnungen!

Daß die Zuflucht in Höhlen natürlich nicht vor dem Zorn Gottes schützt, ist logisch. Allah vernichtet die Thamud. Übrigens: In der gleichen Sure, in unmittelbarem Zusammenhang wird im Koran die Geschichte von Lot ausführlich zitiert! Nicht nur dem Christen, sondern auch dem Moslem wird also der gottesfürchtige Lot als Vorbild geschildert, der als einziger dem Untergang Sodoms entkam, auf das der Herr Schwefel regnen ließ.

Wir erinnern uns, was das Buch Genesis weiter berichtet: Auf der Flucht nahm Lot Wohnung in einer Höhle !

Zufall?

Dann die großartige Erzählung von den Schläfern, die offensichtlich direkt eine christliche Legende aufgreift!

Dies erinnert uns natürlich daran, daß der Koran 600 Jahre nach Christi Geburt entstand, die Bezüge erscheinen damit verständlich.

Die Lebensumstände der Bevölkerung Arabiens hatten sich in dieser Zeit nicht geändert.

Vermutlich hat also das Verständnis über Höhlen, wie es übereinstimmend aus Bibel wie Koran spricht den einfachen Grund:

Es muß logischerweise das Selbe sein, denn seit die Steinzeitmenschen begannen, in Höhlen Schutz zu suchen, hat die Menschheit diese Schöpfungen der Natur als Teil ihres Lebensraumes begriffen.

Die Entfremdung von der Höhle als Naturraum und damit Wohn- und Schutzraum war eben hauptsächlich den jüngsten Jahrhunderten der Menschheitsgeschichte und dort besonders den sogenannten hochzivilisierten Kulturen vorbehalten.

Der bedeutsamste Zusammenhang in beiden Büchern scheint mir aber Folgender zu sein:

Die Bedeutung der Höhlen im neuen Testament haben wir schon betont. Dort umrahmt die Höhle gleichsam das Geschehen, von der Geburt Jesu in einer Höhle bis zur Auferstehung aus der Grabeshöhle.

Und siehe da: Im Koran steht das wichtigste Ereignis, die Flucht des Propheten in Zusammenhang mit einer Höhle, in der er sich aufgehalten hat.

Beide Ereignisse begründeten eine neue Zeitrechnung!

In Christentum wie Islam beginnt die Zeitrechnung mit einem Ereignis in einer Höhle !!!

Diese erstaunliche Erkenntnis mag unsere Betrachtung würdig abrunden.

IV. Lesetexte aus Bibel und Koran

Der Koran, wie ich schon betont habe, ist mehr noch als die Bibel in einer für uns gewöhnungsbedürftigen Sprache geschrieben. Die folgenden Texte, zusamengestellt aus Stellen, in denen von Höhlen gesprochen wird, sowie ergänzt durch andere typische Stellen, sollen dem Leser noch einmal einen Art Gesamteindruck dieses Buches vermitteln:

Sure 15Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes!Dies sind die Verse der Schrift.Gib meinen Dienern kund, daß ich derjenige bin, der barmherzig ist und bereit zu vergeben, daß aber, wenn ich bestrafe, eine schmerzhafte Strafe sein wird!

Und auch die Leute von al-Hidschr haben doch seinerzeit die Gesandten Gottes der Lüge geziehen. Und sie meißelten aus den Bergen Häuser, um darin sicher zu sein. Da kam am Morgen der Schrei über sie und es nützte ihnen nicht, was sie in ihrem Erdenleben erworben hatten.

Wir haben Himmel und Erde, und alles, was dazwischen ist, geschaffen.

Und die Stunde des Gerichts wird kommen !

Sure 18

Oder meinst du, daß die Leute der Höhle und der Inschrift eines von unseren Zeichen waren, worüber man sich besonders wundern müßte? Als die Männer sich in die Höhle zurückzogen und sagten:"Herr! Schenke uns Barmherzigkeit von dir und bereite uns in unserer Angelegenheit einen rechten Weg!" Da schlugen wir ihnen in der Höhle aufs Ohr so daß sie für eine ganze Anzahl von Jahren betäubt waren.

Wir berichten dir ihre Geschichte der Wahrheit entsprechend. Sie waren Männer, die an ihren Herrn glaubten. Als sie dastanden und sagten: "Unser Herr ist der Herr von Himmel und Erde."

Das ist eines von den Zeichen Gottes.

Und am Tage des Gerichts, da wir die Berge von der Stelle bewegen und du die Erde darunter herauskommen siehst und wir die Menschen versammeln und nicht einen von ihnen auslassen.

Und wir machen zwischen ihnen einen Abgrund. Und die Sünder sehen das Höllenfeuer vor sich und machen sich darauf gefaßt, daß sie hineinfallen und finden keine Möglichkeit, ihm zu entgehen.

Sure 78

Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes !

Haben wir nicht die Erde zu einem Lager gemacht und die Berge zu Pflöcken ?

Und wir haben über euch sieben feste Himmelsgewölbe aufgebaut und eine hell brennende Leuchte gemacht und von den Regenwolken Wasser in Strömen auf die Erde herabkommen lassen um dadurch Korn und andere Pflanzen hervorzubringen und Gärten.

Am Tag da die Trompete geblasen wird ist es soweit.

Da kommt ihr in Scharen herbei und der Himmel öffnet sich und die Berge bewegen sich von der Stelle und sind schließlich nur noch eine Luftspiegelung.

Sure 89

Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes !

Hast du nicht gesehen, wie dein Herr mit den Ad verfahren ist, ... und mit den Thamud, die im Tal, in dem sie wohnten, den Fels aushöhlten. Dein Herr ließ die Geißel einer schrecklichen Strafe auf sie herabsausen. Er liegt auf der Lauer und ist jederzeit bereit, einzugreifen.

Nein!

Wenn dereinst die Erde Stück um Stück zerstoßen und zu Staub gemacht wird und dein Herr kommt um Gericht zu halten, und wenn an jenem Tag die Hölle herbeigebracht wird, dann endlich läßt sich der Mensch mahnen. Er sagt: "Hätte ich doch für mein Leben im Jenseits vorgesorgt !"

An jenem Tag bestraft niemand so wie Gott.

Wenn aber einer rechtzeitig den Glauben angenommen hat und ihm bis an sein Lebensende treu geblieben ist, ergeht an ihn die Aufforderung Gottes:

"Der du Ruhe gefunden hast! Kehr zufrieden und wohlgelitten zu deinem Herrn zurück! Schließ dich dem Kreis meiner Diener an und geh in mein Paradies ein."

Soweit die (heiligen) Worte des Koran.

In den Psalmen, jener wahrhaft weisen Sammlung von Liedern, Gebeten, Weisheitsgedichten in der Bibel, die verschiedenen Verfassern und Gelegenheiten ihren Ursprung verdankt, findet sich ein Gebet, das David zugeschrieben wird. Da sich König David längere Zeit in einer Höhle aufgehalten hat, liegt doch, wenn man den Text liest, der Verdacht nahe, daß dieser Psalm in der Höhle entstanden ist.

Jedenfalls stellt er die schönste Stelle in der Bibel dar, in der ein Bezug zur Höhle besteht.

Herr, du hast mich erforscht und kennst mich. Du weißt es, ob ich sitze oder stehe, du durchschaust meine Gedanken von Ferne.

Wohin könnte ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Antlitz entfliehen?

Stiege ich zum Himmel empor, so bist du dort; lagerte ich mich in der Unterwelt, so bist du zugegen.

Dächte ich: "lauter Finsternis soll mich bedecken und Nacht statt Licht mich umgeben",so wäre auch Finsternis vor die nicht finster, und Nacht würde hell wie Tag.

Du bist es ja, der meine Nieren erschuf, mich webte im Leib meiner Mutter. Meine Glieder waren vor die nicht verborgen, als ich im Geheimen gebildet wurde, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde.

(Psalm 139)

Von dem folgenden Text hingegen berichtet die Bibel ausdrücklich, daß er in der Höhle von König David geschrieben wurde. Als vermutlich ältestes Höhlengedicht der Welt möchte ich ihn – gleichsam als meditativen Text – an den Schluß der Betrachtungen stellen:

Gebet eines Verlassenen in der Not

Mit lauter Stimme rufe ich zum Herrn, mit lauter Stimme flehe ich zum Herrn. Ich schütte vor ihm meine Sorge aus, gebe vor ihm meine Not bekannt.

Wenn mein Geist in mir verzagt, so kümmerst doch du dich um mein Ergehen.

Auf dem Pfad, den ich wandle, legte man mir heimlich eine Schlinge. Blicke ich nach rechts und schaue, so ist niemand da, der auf mich achtet.

Jede Zuflucht ist mir entschwunden, keinen gibt es, der nach mir fragt.

Zu dir, Herr, rufe ich und spreche: Du bist meine Zuversicht, mein Anteil im Land der Lebendigen. Vernimm doch mein Flehen; denn ich bin äußerst schwach!

Rette mich vor meinen Verfolgern, da sie stärker sind als ich!

Führe mich heraus aus dem Kerker, auf daß ich deinen Namen preisen kann!

Die Gerechten rings um mich erwarten, daß du mir Gutes erweisest.

(Psalm 142)

Literatur:

Dumfarth, E. (1988) Höhlen im Zeugnis der Bibel Atlantis, Mitteilungen des LVfHK Salzburg, Heft 1, Salzburg, 1988, Seite 84-89

Paret (1989 b) Der Koran Kommentar und Konkordanz von Rudi Paret Kolhammer-Verlag, Stuttgart, 4. Auflage 1989

Hamp, Stenzel,Kürzinger (1980) Die Heilige Schrift Vollständige Ausgabe, Pattloch-Verlag (von den genannten Personen übersetzt und herausgegeben)

sowie

Die Bibel - Altes und Neues Testament CD-ROM-Ausgabe des oben genannten Werkes Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh, München 1993

Hofmann, Gabi und Peter (1992) Die Höhle in der Bibel - Versuch einer Betrachtung in: Der Schlaz, Heft 67, München, Juli 1992, Seite 14 - 20

Hofmann, Gabi und Peter (1993) Jordanien - Entdeckungsreisen im Nahen Osten in: Der Schlaz, Heft 70, München, Juni 1993, Seite 18 - 29

Hofmann, Gabi und Peter(1994) Die Höhle im Koran aus: Der Schlaz, 73, Juni 1994, München, S. 23 - 29

Kick, Walter (1992) Die Höhle in der Bibel Höhlenbegriffe in verschiedenen Übersetzungen Versuch einer inhaltlichen Analyse in: Der Schlaz, Heft 68, München, Oktober 1992, Seite 46 - 51

Kusch, Heinrich (1993) Vom Zufluchtsort zur Kultstätte Wissenschaftliche Beihefte zur Zeitschrift "Die Höhle", Nr. 46, Wien 1993

Anhang: Fundstellen Bibel

Bibelstellen mit Bezug zur Höhle

Vorkommen der Worte: "Höhle", "Höhleneingang" oder "Felsenhöhle".

Altes Testament:

Genesis 19,30 23,9 23,11 23,17 23,19 23,20 25,9 49,29 49,30 49,32 50,13

Exodus 33,22

Josua 10,16 10,17 10,18 10,22 (2x) 10,23 10,27 (2x)

1 Samuel 13,6 22,1 24,4 (2x) 24,8 24.9 24,11

1 Könige 18,4 18,13 19,9 19,13

1 Chronik 11,15

2 Makkabäer 2,15 6,11 10,6

Psalm 57,1 104,22 142,1

Job (Hiob) 37,8 38,40

Hohelied 4,8

Jeremia 48,28

Ezechiel 33,27

Amos 3,4

Nahum 2,12

Zach 14,12

Isaias 2,19 11,8

Neues Testament:

Mathäus 8,20

Lukas 9,58

Johannes 11,38

Hebräer 11,38

2. Petrus 2,4

Offenbarung 6,15

Vorkommen der Worte: "Felsspalte", "ausgehöhlt".

Psalmen 7,16

Job (Hiob) 30,17

Jeremias 13,4

Vorkommen der Worte: "Felsen", "Schächte", "aushauen".

Numeri 20,8 20,11

Judit 16,15

Job 28,10

Jesus Sirach 48,17

Isaias 2,10 48,21

Matthäus 27,51

Sprüche 30,26

Anhang: Fundstellen Koran

Fundstellen im Koran mit Bezug zur Höhle

Anzahl Er wähnungen

Sure Vers direkt indirekt Inhalt der Schriftstelle

9 40 1 - Aufenthalt des Propheten Mohammed in einer Höhle

57 1 - Höhle als Zufluchtsort vor Feinden

15 82 - 1 "aus den Bergen gemeißelte Häuser"

16 81 - 1 "Schlupfwinkel in den Bergen"

18 ÜB 1 - Überschrift der Sure: "Die Höhle"

9 1 - Legende von den "Höhlenschläfern"

10 1 - " " " "

11 1 - " " " "

16 1 - " " " "

17 2 - " " " "

25 1 - " " " "

26 149 - 1 "aus den Bergen Häuser meißeln"

89 9 - 1 "den Fels aushöhlten"


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