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Peter Hofmann
Das Estergebirge - Eine Karstlandschaft in den bayerischen Voralpen


Jahresband Karst und Höhle 1996/1997
Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher

Die Gebietsmonographie Estergebirge präsentiert bereits anlässlich der Jahrestagung des Verbandes 1997 in Garmisch-Partenkirchen, ist im Februar 1998 erschienen. Für alle, die an diesem Gebirge interessiert sind, wird dieses Buch mit über 300 Seiten und 336 Abbildungen und Höhlenplänen (!) künftig eine unverzichtbare Informationsquelle sein.
Dürfen wir es vorstellen?

Übrigens: Das Buch ist inzwischen vergriffen. Eine Kopie kann beim Schriftleiter bezogen werden, näheres unter Literatur (-kauf)

I) Die Daten

Die Autoren:
Josef Brandner (Ohlstadt), Horst Behrens (München), Stefan Glaser (Krailling) Ulrich Haas (München) Günther Hansbauer (Deisenhofen) Hans-Dieter Heyse (München) Stephan Klotz (Farchant) Johann Peter Orth (Mittenwald) Winfried Raab (Eichenau) Peter Schwarz (Grainau) Adolf Triller (Gräfelfing) Rüdiger Urban (Eichenau) Andreas Wolf (Krailling) Dr. J.-P. Wrobel (München)

Schriftleitung:Peter Hofmann (München)

Verband der deutschen Höhlen und Karstforscher e.V. München
ISSN 0342-2062
312 + XII Seiten, 336 Abbildungen, 15 Tabellen,
zahlreiche Karten und Höhlenpläne
Format DIN A4, kartoniert, farbige Titelabbildung.

II) Eine Einführung

Das Estergebirge, auch Krottenkopfgebirge genannt, zwischen Garmisch-Partenkirchen und dem Walchensee gelegen, gehört wie das Wettersteingebirge zu den Nördlichen Kalkalpen. Weitaus weniger bekannt als sein berühmter südlicher Nachbar zählt das Estergebirge aber als eines der größten zusammenhängenden Karstgebiete in den Bayerischen Alpen zu den interessantesten Objekten der Karst- und Höhlenkunde. Das Gebiet besitzt Höhlen und Karstformen von außergewöhnlichem, beileibe nicht nur regionalem Interesse. Der Kuhfluchthöhlenpark mit seiner einmaligen Anhäufung wichtiger Objekte, als Krönung die Frickenhöhle, in Verbindung mit der komplizierten Hydrogeologie, seien beispielhaft genannt. Seit der Verein für Höhlenkunde München besteht, gehört das Estergebirge zu den bevorzugten Forschungsgebieten seiner aktiven Mitglieder. So war es mehr als überfällig, eine Veröffentlichung in Angriff zu nehmen. Es zeigte sich denn auch erst in der Aufarbeitung, welch wahrer Schatz an Wissen sich mehr als 30 Jahre lang angehäuft hatte. Es war ein Anliegen der Schriftleitung und der Autoren, dass diese Gebietsmonographie nicht ausschließlich die (wissenschaftliche) Beschreibung der Höhlen und des Karstes zum Inhalt haben sollte. 

Ein Gebirgsstock ist einerseits ein Kosmos für sich. Seine Besonderheiten von Klima und Vegetation, Flora und Fauna, Geologie und Hydrogeologie sind von den Karsterscheinungen nicht zu trennen und für deren Verständnis wichtig. Andererseits ist ein Gebirge ein Teil der (Kultur-)landschaft, in die es eingebettet ist. Seine Geschichte, seine Sagenwelt erschließen ein tieferes Verständnis. Es wäre ein Verlust, diese Themen außer Betracht zu lassen. Alle Beteiligten sind stolz darauf, dass es, wie sie meinen, gelungen ist, einerseits die vielen Facetten des Themas jeweils durch Beiträge anerkannter Experten darzustellen, andererseits ein Werk zu schaffen, das keine Ansammlung wissenschaftlicher Spezialaufsätze darstellt, sondern sich dem Leser "aus einem Guss" präsentiert.

So entstand ein Werk, das auf Jahre, wenn nicht Jahrzehnte das Standardwerk über das Estergebirge darstellen wird und für jeden höhlenkundlich oder regional Interessierten zur Pflichtlektüre gehören sollte.

III) Das Titelbild

Das farbige Titelbild zeigt eine mittlere Hochwassersituation in der Kuhfluchtwand
Foto: Stefan Klotz Mai 1991

IV) Gliederungsübersicht und Inhaltsverzeichnis

1        Das Estergebirge - Eine Einführung
1.1     Die Landschaft
1.2     Die Vegetation
1.3     Die klimatischen Verhältnisse
1.4     Eine kleine Wirtschaftsgeschichte

2         Die geologische Situation
2.1     Die Gesteinsabfolge
2.2     Die Tektonik
2.3     Die Hangbewegungen an der Westseite des Hohen Fricken
           und im Kuhfluchtgraben

3        Die hydrogeologischen Verhältnisse
3.1     Ein Überblick
3.2     Die hydrogeologischen Besonderheiten in Randbereichen
          des Estergebirges
3.3     Die Karstentwässerung der Plattenkalkzone

4        Die oberirdische Karsterscheinungen
4.1     Die Karsterscheinungen des Krottenkopfgebirges
4.2     Die Besonderheiten in der Zone der Raibler Schichten
4.3     Der Wildsee - Fremdelement und doch Bestandteil des Karstsystemes

5        Die Höhlen des Estergebirges
5.1     Ein Überblick
5.2     Die Höhlen der Karsthochflächen und Hochlagen
5.3     Die Quellhöhlen im Obernachtal
5.4     Die Quellhöhlen des Hohen Fricken (Kuhflucht-Höhlenpark)
5.5     Die Höhlen in Randbereichen des Estergebirges

6        Flora und Fauna:
          Beobachtungen in den Höhlen des Estergebirges
6.1     Abiotische Faktoren
6.2     Flora
6.3     Fauna

7        Höhlentourismus und Höhlenschutz:
          Gedanken und Fakten zum Thema
7.1     Von Höhlentouristen, Höhlenforschern und Höhlenvandalen
7.2     Höhlentourismus im Angerlloch:
           Von den Anfängen bis in die Siebziger Jahre
7.3     Der Verschluss des Angerlloches
7.2     Fundgrube Höhlenbuch:
          Tourismus im Angerlloch zwischen 1992 und 1995

8        Geschichte und Geschichten
8.1     Die Geschichte der Karst- und Höhlenforschung im Estergebirge
8.2     Die Herkunft von Höhlennamen
8.3     Die Sage des Estergebirges
8.4     Die Sagen aus dem angrenzenden Herzogstand/Heimgarten-Gebiet

9         Der Bergbau und andere künstliche Objekte
9.1     Eine kleine Einführung
9.2     Der Bergbau im Bereich des Estergebirges
9.3     Der Bergbau im Bereich Herzogstand / Heimgarten
9.4     Schlussbemerkung

Stichwortverzeichnis
Literaturverzeichnis
Autorenverzeichnis

V) Verzeichnis der beschriebenen Höhlen

Die Höhlen der Karsthochflächen und Hochlagen
    Rehbockschacht Kat.-Nr. 1271/04
    Schacht am Hohen Fricken Kat.-Nr. 1271/10
    Latschenkluft Kat.-Nr. 1271/11
    Wildsee-Ponorhöhle Kat.-Nr. 1271/19
    Plattlahnerhöhle Kat.-Nr. 1271/21
    Archtalkluft Kat.-Nr. 1271/26
    Kuhloch Kat.-Nr. 1271/27
    Wacholderschacht Kat.-Nr. 1271/29
    Wurmerkluft Kat.-Nr. 1271/30
    Nebelschlündchen Kat.-Nr. 1271/xx
    Die Kleinhöhlen Bergmilchloch, Latschenloch,Kreuzungsschacht
    und Tyroler Schacht

Die Quellhöhlen im Obernachtal
    Angerlloch Kat.-Nr. 1271/01
    Hinterfallbachhöhle Kat.-Nr. 1271/05
    Korallenhöhle Kat.-Nr. 1271/16
    Rastgrabenhöhle Kat.-Nr. 1271/18
    Vorderfallbachhöhle Kat.-Nr. 1271/22
    Erzgrabenkluft Kat.-Nr. 1271/--

Die Quellhöhlen des Hohen Fricken (Kuhflucht-Höhlenpark)
    Überblick über die Wasserführung der Quellen und Höhlen
    Frickenhöhle Kat.-Nr. 1271/02
    Kuhfluchtquellhöhle Kat.-Nr. 1271/03
    Mostrichloch Kat.-Nr. 1271/07
    Kuhfluchtloch Kat.-Nr. 1271/08
    Kuhfluchtwasserspeier Kat.-Nr. 1271/09
    Überraschungshöhle Kat.-Nr. 1271/14
    Berberitzenloch Kat.-Nr. 1271/15
    Gamsloch Kat.-Nr. 1271/20
    Aldiloch Kat.-Nr. 1271/24
    Kastenloch Kat.-Nr. 1271/28

Die Höhlen in Randbereichen des Estergebirges
    Erzloch Kat.-Nr. 1271/06
    Ausbruchshöhle im Wallgauer Eck Kat.-Nr. 1271/12
    Bärenhöhle Kat.-Nr. 1271/13
    Oberreidlahöhle Kat.-Nr. 1271/17
    Höhle in der Teufelskapelle Kat.-Nr. 1271/23
    Höhle unterhalb der Teufelskapelle Kat.-Nr. 1271/25

Hinweise zu bergbaulichen und allgemeinen künstlichen Objekten werden für folgende Orte gegeben:
    Klais bei Mittenwald
    Kaltenbrunn
    Krün
    Wallgau
    Oberau
    Eschenlohe
    Pustertal
    Simetsberg am Walchensee
    Simmersberg bei Ohlstadt
    Ohlstadt, Hechendorf, Großweil
    Schlehdorf
    Kesselberg
    Walchenseekraftwerk
    Brandenstein
    Urfeld am Walchensee


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